Manchmal muss es eben DERBY sein!

Ein denkwürdiger Spieltag ist eben im Eifelstadion zu Ende gegangen,und damit meine ich nicht nur das Ergebnis! Aber fangen wir mal ganz am Anfang an.

Derbys sind ja im Fußball immer etwas besonderes, egal ob in der Bundesliga oder der Kreisliga A. Vor dem Spiel habe ich mich mit einigen Leuten unterhalten, sowohl von den Gästen als auch von uns.

Würde man diese Aussagen in ein Ergebnis packen wär wohl ein knappes Spiel mit sehr auf Defensive bedachten Gästen heraus gekommen, die ihre Chance in dem einen oder anderen Konter gesucht hätten. Und wenn man die Tabellensituation vor dem Spieltag sich anschaute war dass eine logische Vorhersage.
Die Gäste stehen mit bisher 2 Punkten schon mit dem Rücken zur Wand, während der SC eigentlich mit 10 Punkten schon befreit hätte aufspielen können.

Aber erstens kommt es anders…

Nach Anpfiff waren die Gäste zunächst wacher und hatten schon nach knapp 60 Sekunden die erste gefährliche Offensivaktion. Es dauerte ziemlich genau 5 Minuten bis auch das Heimteam zum ersten Torabschluss kam. Und 2 Minuten später gingen die Gäste tatsächlich sogar in Führung! Aber beim SC hingegen ist bis dahin nichts wirklich zwingendes zustande gekommen!
Dann kam die 16. Minute!
Nach einer Notbremse (eine harte aber vertretbare Entscheidung!) wurde SC Spieler Phillip Hack mit der roten Karte zum duschen geschickt.

…und zweitens als man denkt!

Tja, was dann passierte lässt sich nur schwer beschreiben. Zunächst erfolgte ein Vulkanausbruch auf der Trainerbank des SC. Coach Patrick Pöschmann platze der Kragen. Vor allem weil die SC Kicker irgendwie gar keine Einstellung zu diesem Match bis dahin gefunden hatten.
Aber dann legten die Jungs auf einmal los wie die Feuerwehr und drehten in Unterzahl innerhalb von 14 Minuten das Spiel komplett und gingen mit 3:1 in Führung. Wobei das 3:1 aus einem Strafstoß resultierte. Die Hintermannschaft der Gäste stand plötzlich völlig im luftleeren Raum und wirkte unglücklich bis total überfordert. So konnte man das Ergebnis bis zur Pause auf sage und schreibe 5:1 schrauben – wohlgemerkt nach einem 0:1 in Unterzahl!

In der zweiten Halbzeit ging das Toreschießen munter weiter. In der 46. und der 57. Minute gab er weitere Strafstöße für den SC, der somit nach 57 Minuten gar mit 7:1 in Führung ging! nachzutragen ist, dass es tatsächlich dazwischen einen weiteren Strafstoß für den SC gab, welcher aber nicht verwandelt wurde. Das 8:1 schließlich entstand aus einem toll herausgespielten Konter in der 64. Minute.

8 Tore in Unterzahl innerhalb von 48 Minuten zu schießen, alle Achutng, das hab ich in meiner langen Zeit bisher weder im Herren – noch im Frauenbereich erlebt. Dafür muss man also erst in´s Eifelstadion kommen 🙂

Aber es war ja noch nicht Schluss. Die Gäste bekamen in der 70. Minute ebenfalls einen Strafstoß zugesprochen. Den konnte SC – Keeper Fabian Gurk zwar parieren, aber die Gäste schalteten schneller und drückten den abgewehrten Ball dennoch in die Maschen. In der 90. Minute folgte sogar noch das 3. Gästetor, und in der Nachspielzeit wurde noch ein Gästespieler mit rot vom Platz gestellt.

Tja, was soll man sagen? Ich persönlich habe noch nie ein vergleichbares Spiel vorher gesehen! 8 Tore nach 0:1 Rückstand in Unterzahl erzielt.